Ivan Illichs “Deschooling society” verstehen oder mißverstehen?

Erschienen 2015 in Heft Nr. 67 – Entschulung der Gesellschaft.

Über Ivan Illich (1926 – 2002) und sein Buch »Deschooling Society«1 zu schreiben ist ein Ansinnen, dem andere vielleicht nüchterner, distanzierter als ich sich widmen können: Dadurch, daß ich ihm persönlich begegnet bin, sind meine Aussagen selbstverständlich sehr subjektiv. Dadurch, daß viele seiner Analysen und kritischen Positionen mich so begeisterten und sehr dazu beitrugen, mein Denken zu schärfen, meine Radikalität zu wecken und zu nähren, ist es unabdingbar, daß in diese Reflektion meine Dankbarkeit einfließt: Immerhin sehe ich in ihm einen prägenden geistigen Vater meiner heutigen philosophischen Position. Und einen Wegbereiter der immer noch aktuellen, ja: der dringender und drängender denn je erforderlichen Zivilisationskritik.

Kritik an den Institutionen

Selbst wenn der hier aufzugreifende Schwerpunkt, die sog. »Entschulung der Gesellschaft«2, auf ihn zurückzuführen ist, so war gerade dies nicht sein eigentliches Ansinnen. Durch viele seiner Publikationen aus den 1970er und 1980er Jahren zieht sich wie ein roter Faden die Kritik an den Institutionen mit dem Zweck des Ausbruchs aus ihnen – diesen bezeichnete er als »Umkehr«. Weshalb diese Aufforderung zum Ausbruch, zur Umkehr? Betrachten wir die Wesensmerkmale von Institutionen kritisch, wird uns offensichtlich, daß sie mit ihren subtilen Mythen und Tabus in unserer demokratisch und säkular (weltlich) sich gebenden Zivilisation viel tiefer verankert sind und viel einnehmender agieren als die einst vorherrschende Kirche. Da diese Institutionen aber sich dem Bewußtsein und der Wahrnehmung der Zeitgenossen weitgehend entziehen, sind sie mit der freiheitlichen Gestaltung einer Lebens- und Kulturform schlicht unvereinbar, deren Träger und Präger selbstbestimmte und würdevolle Subjekt-Personen sind.

Wovon reden wir, wenn wir von Institutionen sprechen? Zunächst sollten sie nicht verwechselt werden mit Einrichtungen (wie etwa einer Bücherei), mit Initiativen, mit der Allmende (oder Gemeinschaft) – all diese Organisationsformen des Kulturellen, des Sozialen, des Wirtschaftlichen beruhen auf dem Konsens. Diese Unterscheidung möchte ich verdeutlichen, indem ich auf der einen Seite auf einige ungeordnet genannten Institutionen hinweise, beispielsweise Arbeit und Geld; Landwirtschaft, Industrie und Konsum; Freizeit und Tourismus; Medizin und Schule; Kirche und Ehe; Militär und Gefängnis; »Energien« und Verkehr… Auf der anderen Seite, jener des Gemeinschaftlichen, könnten nach dem Ausbruch aus und die Befreiung von den Institutionen beispielsweise gedeihen: Aktivität, Subsistenzwirtschaft, Muße, Gesundheit, Frei sich Bilden, Gläubigkeit, Lieben und Partnerschaft, Frieden, Energie, Mobilität usw.

Selbst wenn Ivan Illich die Institutionen nicht so tabellarisch-extrem dargestellt hat, möchte ich, um deutlich zu machen, wovon hier die Rede ist, wenn es um Ausbruch aus ihnen geht, einige ihrer grundsätzlichen Kennzeichen hervorheben: Institutionen

  • sind autoritär, gar faschistoid 3;
  • sind pyramidal4 gestaltet;
  • wirken ideologieprägend, normativ – und daher manipulativ;
  • beruhen auf eigenen Mythen;
  • wirken entmündigend, bevormundend und beruhen daher auf dem »Objekt«;
  • erheben eine Monopolstellung;
  • sind kaum wandlungsfähig (außer durch Skandale, Boykott…?);
  • sind anonym: wer sind die »Macher«?;
  • wirken stets systemimmanent.

Es ist nun naheliegend, daß jeder Versuch einer Reform der Institutionen deren Wirkung nur erneuert und tiefer verankert: Ein noch so moderner Strafvollzug ist und bleibt ein Gefängnis, in dem Menschen um ihre Freiheit gebracht werden; das Ergebnis einer reformistischen Verkehrsplanung oder einer sog. »Alternativen Strompolitik« ist nunmal Verkehr und Strom; und das einer reformierten Medizin eine erneu(er)te Medizin…

Die Menschen als Subjekt-Personen

Ebenso naheliegend ist es, daß in den allermeisten Bereichen des Lebens der Ausbruch aus den Fallen der Institutionen gebunden ist an eine konsequente Rückübertragung der Kompetenz an die Menschen, die als Subjekt-Personen geradezu gewürdigt werden. Hierbei ist es eine zweifellos zentrale Frage, durch welche Wunder Menschen, die durch ihre Wohlerzogenheit zu gutgläubigen Abhängigen der Institutionen gemacht wurden, es vermögen, aus dieser Sucht auszubrechen – statt in die Fallen der vermeintlichen, institutionsimmanenten Reformen zu tapsen. Wunder? Immerhin nehmen immer mehr Menschen die Grenzen der zivilisatorischen Kriege gegen das Leben wahr und ersehnen eine Erlösung aus diesen Sackgassen. Die Bedingungen solcher Wunder lassen sich naturgemäß nicht definieren oder vorherbestimmen, doch ist immerhin die Frage statthaft, welchen Riesenschritt es ermöglichen würde, beispielsweise jungen Menschen die zivilisatorische Indoktrination (»Wohlerzogenheit«) und die Unterwerfung unter entmündigende Institutionen (»Beschulung«) zu ersparen…

Unterwegs aus der Beschulung heraus…

Dies könnte ein willkommener Übergang zum Schwerpunkt sein. Zunächst: Daß Ivan Illichs englisches Original »Deschooling Society« mit »Entschulung der Gesellschaft« übersetzt wurde, scheint mir etwas sinnentstellend zu sein: Das englische »deschooling« impliziert einen Prozeß, ein fortlaufendes, unabgeschlossenes Geschehen, dessen Akteure wir sind – im Unterschied zum Deutschen, das eher anzeigt, daß ein Ziel erreicht werden sollte oder ein Ergebnis »konsumiert« werden könnte. Im übrigen kann es konkret nicht um die Wahl zwischen Schule und Entschulung gehen, sondern ganz eindeutig um die Erkenntnis, wie unabdingbar notwendig der Ausbruch aus der Beschulung ist. Um diesen Prozeß zu beschreiben, wäre ich glücklicher mit dem zweifellos sperrigeren Titel: »Unterwegs aus der Beschulung heraus« – der immerhin offen ließe, wohin die Reise gehen könnte und wer sie antritt…

»Entschulung« als Ausbruch aus der fast sakrosankten Institution Schule: Ivan Illich hat sein Augenmerk auf die Institutionen gelegt, deren Ideologien, Systematik, Wirkung usw. er radikal entlarvt hat. Nicht gewidmet hat er sich der einzelnen Person, ihren Beweggründen zum Reproduzieren des Tradierten, zur Wohlgläubigkeit an die Tabus – oder aber zum Ausbruch aus ihnen, auch ihrem (Un-)Vermögen. (Deshalb ist, so finde ich, das Studium von Ivan Illich wesentlich, um den ideologischen Überbau von Institutionen, etwa der Schule, zu verstehen – als Voraussetzung für eine Erlösung von ihr. Wer aber die zwischengenerationellen Beziehungen von den sie vergiftenden pädagogischen Ideologien, Ambitionen und Maßnahmen befreien möchte, kommt m. E. an Ekkehard von Braunmühls »Antipädagogik«5 nicht vorbei: Nur jenseits der Erziehung gibt es weder Zöglinge noch Erziehende – und folglich keine unverschämt postulierte »Erziehungsbedürftigkeit«, die dazu dient, zu Lasten des Zöglings die zumeist unbewußten pädagogischen Ambitionen, in Wahrheit: die strukturelle Gewalt einer Übergriffigkeit zu rechtfertigen. Doch hat sich Ivan Illich diesen Fragen der subjekthaften Beziehungen von interagierenden Akteuren, von Subjekt-Personen, nicht gewidmet!)

Trennung von Bildung und Prüfung statt neuer Portfolio-Pädagogik

Es ist für mich absurd, sozusagen eine Quadratur des Kreises, Ivan Illichs »Dschooling Society« als Leitfaden für eine Neugestaltung der – freilich reformierten – Schule interpretieren zu wollen; oder aber in ihm einen geistigen Vater der häuslichen Beschulung6 zu sehen. Drei Beispiele: Mit Gewißheit waren etwa die »skill exchange« gedacht als eine Vernetzung derjenigen Menschen, die Wissen mitteilen oder erlangen möchten: zum freien Austausch von Wissen und Kompetenz; fürwahr kein programmatischer Reformversuch, etwa durch die Einführung einer neuen »Portfolio-Pädagogik« die Institution Schule zu retten! Zweitens ging es ihm bei den angeregten »Bildungsgutscheinen« gewiß um keine Diskussion um den geldlichen Wert der Bildung und um die Finanzierung des kulturellen Selbstverständnisses; vielmehr wollte Ivan Illich der kontraproduktiven Verschwendung von menschlichen, insbesondere geistigen, und von natürlichen Ressourcen die Potenz einer von Subjekten getragene Bildung entgegensetzen. Zugleich verdeutlicht die Idee der »Bildungsgutscheine« die postulierte schier unendliche, gedeihliche Fülle und Vielfalt an Bildung, deren kompetente und verantwortliche Träger und Präger wir alle selbst sind – im Gegensatz zur Institution Schule, welche die »Ressource Bildung« künstlich verknappt und daraus ein »Schulwissen« macht. Drittens fordert Ivan Illich zu Recht die Trennung von Bildung und Prüfung7.

Der Stand heute…

Bedenke ich, was Ivan Illich damals, vor drei oder vier Jahrzehnten, – allemal für mich – darstellte, frage ich mich, was er zum gegenwärtigen Ausbruch aus der Beschulung formulieren würde. Wäre er einerseits erstaunt, vielleicht enttäuscht, festzustellen, daß die Institutionalisierung der Bildung inzwischen nicht etwa weniger, sondern nur subtiler geworden ist? Daß viele »Schulinitiativen« seitdem die Institution Schule nur tiefer verankert haben? Würde es ihn entsetzen, daß statt einer (Selbst-)Befreiung des Menschen und seiner Potenziale, frei sich zu bilden, einige Versuche unternommen wurden, die in Deutschland staatlich beaufsichtigte Schule in die Verantwortung und Hoheit der Familie zu verlagern – dieses reaktionäre Ansinnen, mit dem englischen »home schooling« umschrieben, nicht selten von religiös-fundamentalistischen Familien verfolgt wird und sogar mit dem Argument der Freiheit verklärt werden sollten, hätte Ivan Illich sicherlich zu einer deutlichen Reaktion veranlaßt. Auf der anderen Seite hätte Ivan Illich sicherlich mit Begeisterung beobachtet und begleitet, daß immer mehr – insbesondere junge – Menschen sich dem Schulanwesenheitszwang widersetzen: Nicht, indem sie schwänzen oder in die angebliche Krankheit abgleiten; nicht durch vermeintliches Versagen oder »kriminelles Verhalten«; nicht durch Flucht in eine Scheinwelt oder ins Ausland. Sondern indem sie hier bleiben und sowohl ihrer Enteignung und Entmündigung, ihrer subtilen Zwangsbeglückung ganz klar und eindeutig »nein, danke!« sagen; wie auch andere Wege der persönlichen, sozialen und sachlichen Praxis von Bildung beschreiten. Ich glaube, Ivan Illich würde in ihnen die prospektive Verwirklichung seiner Gedanken finden – und sich darüber freuen, dass einige der ausgesäten Körner aufgehen und sich prächtig entfalten.

Das Konviviale…

Diese Würdigung von Ivan Illich wäre zweifellos unvollständig ohne einen weiteren Aspekt, der sein Denken kennzeichnet. Der Darstellung des Negativen, in Gestalt der Institutionen und ihrer kontraproduktiven Wirkung, sollte ein von ihm geprägter und benutzter Begriff für das Positive gegenüber gestellt werden: das »Konviviale«. Dass dieser für mein Dafürhalten so wichtige Begriff in unserem deutschen Wortschatz nicht den ihm gebührenden Platz gefunden hat, kann ich nur bedauern. Das aus dem Lateinischen Convivium (im alten Rom ein Festgelage; der Begriff weist im Grunde hin auf »cum = mit; und »vivere« = Leben) stammende »Konviviale« stellt in vielen romanischen Sprachen zunächst die Geselligkeit dar. Bei Ivan Illich bekommt dieses Wort (Englisch: Conviviality) einen wichtigen weiteren Beiklang: Das Konviviale ist die Qualität der Gestaltung des Zusammenlebens, wozu selbstverständlich das Instrumentelle gehört. So soll etwa der technische Fortschritt lebensgerecht eingesetzt werden (vielleicht würden wir heute sagen: »nachhaltig«?) In seinem Werk »Selbstbegrenzung – Tools for Conviviality« schreibt Illich: »Unter Konvivialität verstehe ich das Gegenteil der industriellen Produktivität … Von der Produktivität zur Konvivialität übergehen heißt, einen ethischen Wert an die Stelle eines technischen Wertes, einen realisierten Wert an die Stelle eines materialisierten Wertes setzen.« Des Weiteren sieht er in der Konvivialität, die »individuelle Freiheit, die sich in einem Produktionsverhältnis realisiert, das in eine mit wirksamen Werkzeugen ausgestattete Gesellschaft eingebettet ist«8.

Weil nun das Konviviale eine Lebens- und Kulturform kennzeichnen soll, in welcher die eingesetzten Instrumente, Geräte, Techniken usw. dem Subjekt dienen, benutze ich den wichtigen Begriff »konvivial« gerne zur Beschreibung einer ethisch geprägten Haltung.

Hierzu passt zweifellos, dass Ökonomie (»Oikos Nomos«) eigentlich die »Verwaltung der Knappheit« meint – und nicht die künstlich produzierte, ideologisch aufrechterhaltene und über Maßen aufgeblähte Verknappung! Könnte diese Knappheit auch der Motor einer kreativen Vielfalt und einer wohltuenden Fülle sein, eben ganz im Zeichen des Konvivialen?

»Deschooling Society« als ein Manifest des Ausbruchs aus einer obsoleten, gefährlichen Beschulungsideologie; und des Unterwegs-Seins zu jenen konvivialen und gedeihlichen Landschaften, in denen jeder Mensch, eben weil er Mensch ist, Subjekt des Prozesses ist, frei sich zu bilden9. Da es auch noch lange dauern kann, bis Ivan Illich überholt ist, weil seine Vision Wirklichkeit ist, kann ich heute jene einzigartigen und höchst anregenden Studien nur wärmstens empfehlen: Erstens sind sie erstaunlich aktuell und packend. Zweitens feit das Lesen vor bestimmten Gefahren: Wer die von den Institutionen subtil tradierten Tabus und Mythen nicht zu erkennen vermag, wird sich wundern, dass deren unerkannte Wiederholung sich sehr zu Lasten dessen, was eigentlich intendiert war, auswirkt. (Es sei mir hier gestattet, aus der Einleitung zu dieser »Die Freilerner«-Ausgabe zu zitieren: »Die Kritik am Schulsystem ist alt und auch der Blick auf die Gesellschaft, die von Schule geprägt ist. Viele unserer Forderungen und scheinbar neuen Erkenntnisse wurden so ähnlich auch schon vor 20, 50 oder 80 Jahren diskutiert und einiges auch praktisch umgesetzt. … Was wurde über all die Jahre tatsächlich bewegt und verändert? Wo stehen wir heute und wie geht es weiter?«) Nun, wer nach der Lektüre von Ivan Illichs kritischen Analysen seine eigentliche und ethisch relevante Botschaft verstanden hat, etwa, dass der Ausbruch aus der Beschulungsideologie und ihrer Konkretion, der Institution Schule, ein unabdingbarer Faktor von Leben, Menschlichkeit und Freiheit ist, wird nicht umhin kommen, sich für den ohnehin angebrochenen radikalen Wandel einzusetzen. Allerdings: Dem System der Zivilisation und seinen Trägern wird drittens nur zu begegnen sein mit einer ethischen Haltung, welche kompromisslos das Lebendige, das Menschliche in den Mittelpunkt rückt, so auch das Selbstverständnis, frei sich bilden zu können. Wäre dies nicht sozusagen das eigentliche Verwirklichen von Ivan Illichs geistigem Vermächtnis?

Bertrand Stern
Siegburg, Mai 2015

Anmerkungen:

1Ivan Illich: Deschooling Society (Harper and Row), New York NY 1971

2Ivan Illich: Entschulung der Gesellschaft (Kösel-Verlag), München 1972

3 Mit dem Begriff faschistoid („dem Faschismus ähnlich“, „faschistische Züge tragend“) werden Eigenschaften oder Haltungen bezeichnet, die dem Faschismus in verschiedener Hinsicht ähnlich, jedoch nicht deckungsgleich mit ihm sind. Auch einzelne Bestandteile einer Ideologie oder eines politischen Systems werden bisweilen als faschistoid bezeichnet. Man spricht dann von faschistoiden Tendenzen des jeweiligen Systems bzw. der betreffenden Ideologie. Der Begriff wird häufig verwendet, um übermäßig autoritäres oder autoritätsgläubiges Verhalten zu beschreiben. (aus:Wikipedia, Stichwort Faschistoid)

4 In Gestalt einer Pyramide, also: breite Basis, kleine Spitze; unten eine Masse, oben wenige Herrscher!

5 Ekkehard von Braunmühl: Antipädagogik – Studien zur Abschaffung der Erziehung. (Beltz-Verlag) Weinheim/Basel, 1975; Neuauflage: (tologo- verlag) Leipzig 2006

6Siehe insb. Franziska Klinkigt & Bertrand Stern: Versuche zur Verteidigung der Freiheit – Diskussionen um die Bildungsrepublik. (Klemm&Oelschlager) Ulm/Münster, 2013

7 Hierzu verweise ich insb. auf: Bertrand Stern, Schluß mit Schule! – das Menschenrecht, sich frei zu bilden (tologo verlag) Leipzig, 2006, Seite 200

8 Zitat aus: wikipedia, Ivan Illich (Abruf: http://de.wikipedia.org/wiki/Ivan_ Illich am 15. 05. 2015
9S. auch: Bertrand Stern, Frei sich Bilden – Entschulende Perspektiven (tologo verlag) Leipzig, Mai 2015

Weiterführende Verlinkungen

frei sich bildenFrei sich bilden

Entschulende Perspektiven

von: Bertrand Stern

»Frei sich bilden« umfasst drei Artikel und ein Interview aus dem unerzogen Magazin von und mit Bertrand Stern, sowie einen bisher unveröffentlichten Artikel:

  • Was ist »Bildungsfreiheit« – Ein Gespräch mit Bertrand Stern
  • Schule ade! – Eine Grabrede
  • Der Traum, das (Sich-)Trauen, die Trauer … – Jenseits des schulischen Betons blüht das Leben
  • Denn die Hoffnung stirbt zuletzt … – Mein kritischer Rückblick auf Kinderrechtsfragen zwischen 1984 und 2014
  • Bundespräsident Malchus Stein zu »Schule ade!« 2014

2015 im tologo verlag erschienen


Saat der FreiheitSaat der Freiheit

Impulse für aufblühende Bildungslandschaften.

von Bertrand Stern

Im Jahr 2049, zum 100. Jahrestag des Deutschen Grundgesetzes, rekapituliert der Philosoph Bertrand Stern die Geschichte einer Selbstbefreiung: Wodurch ist die in jedem Menschen und in der Verfassung angelegte Saat der Bildungsfreiheit zur Blüte gekommen? Weshalb gelang der Ausbruch aus einer überholten Beschulungsideologie? War hierfür der Abschied von der zivilisatorischen Illusion einer ›Kindheit‹ und zu erziehender ›Kinder‹ wesentlich? Anschaulich und inspirierend schildert dieses von der Zukunft her gedachte Buch den Drang, die Notwendigkeit und die Fähigkeit eines jeden Menschen, frei sich zu bilden.

Am 02.05.2016 im Rahmen von thinkOya erschienen